Kanada Lifestyle Reisegeschichten

Wie wir zum Thema Corona stehen

Es ist verrückt wie sich diese ganze Sache mit dem Corona Virus innerhalb von wenigen Wochen entwickelt, verändert und extremisiert hat! Erst war es nur in China, wo es in Wuhan, an einem Fleischstand, auf eine öffentlichen Markt ausgebrochen ist. Dann war es in Europa und langsam aber sicher kam es dann auch zu uns rüber nach Amerika und Kanada!

Von einem Tag auf den anderen wurden tausende von Kellner und restaurantangestellte entlassen. Geschäfte wurden geschlossen, Sitze im öffentlichen Nahverkehr wurden mit Schildern blockiert. In Supermärkten dürfen je nach Größe nur noch 50 -100 Menschen rein. Social Distancing heißt es nun überall und mit steigenden Zahlen der bestätigten Coronafälle, kommen neue Maßnahmen dazu.

No one has ever become poor by giving

Anne Frank

Viele davon sind auch wirklich Sinnvoll und sehr angenehm. Dazu gehört das Senior’s shopping in der ersten Stunde des Tages und die Tatsache, dass man in den Bussen und U-Bahnen in der Rush Hour nicht mehr platt gequetscht wird, weil sie einfach nur mehr als überfüllt sind. Andere Maßnahmen wiederum sind hingegen total schwachsinnig, anstrengend und alles andere als logisch. Lieferzeiten von Paketen dauern übermäßig lange und fürs Einkaufen muss man mindestens 20 Minuten länger Einplanen, da diese die Wartezeit ist die man hat, um überhaupt in ein Geschäft rein zu kommen.

Welcher Typ bist du?

Wie bei allen Dingen gibt es die verschiedensten Art und Weisen mit einem Thema umzugehen. So gibt es die Paranoiker, die die förmlich ausrasten, wenn man ihnen nur ein Millimeter ihrer 2m Abstand an der Supermarktkasse nimmt. Es gibt die Ignoranten und Ungläubigen, die immer noch behaupten das Virus wäre nicht Real. Die Verschwörungstheoretiker die der Meinung sind Alles wäre ein großer Plan der Regierung der gegen uns Menschen und Bürger dieser Erde gerichtet ist und dann gibt es da noch die Realisten und Besonennen, die den Ernst der Lage erkannt haben, die Maßnahmen einhalten und sich Kümmern und Sorge, doch dabei trotzdem auf dem Teppich bleiben und nicht in Panik oder Hamstereinkäufen verfallen. Natürlich ist jeder Mensch anders, jeder denkt anders und jeder steckt in einer ganz anderen Phase seines Lebens. Alles ist okay und alles ist selbstverständlich auch erlaubt und berechtigt!

Zwischen Apokalypse und Realistik

In diesem Fall zählen wir uns auf jeden Fall zu den Realisten, Besonnen und Kritikern. Natürlich kennen wir die Zahlen und natürlich ist uns der Ernst der Lage bewusst. Aus diesen Grund halten wir auch die Regeln ein. Auch wenn wir einige davon ganz ehrlich nicht verstehen oder nachvollziehen können. Wir bleiben fern von älteren und Kranken Menschen, tragen Handschuhe und haben durch unserer Arbeit mittlerweile eine ganze Menge an kleinen Desinfektionsmittelfläschchen angesammelt die wir gefühlte 1000x am Tag benutzen.

Dennoch sind wir der Meinung, dass man das Corona Virus nicht als Übermacht betrachten sollte. WIR BEFINDEN UNS NICHT IN DER APOKALYPSE! Faktisch ist es ein neuer Virustyp des Corona Stammes. Natürlich! es ist eine Pandemie, denn es geht über den gesamten Globus und es sterben Menschen.

24.000 Menschen sterben täglich an den Folgen von Hunger, drei Viertel davon Kinder unter 5 Jahren

Die Zeit

Aber ganz ehrlich es sterben jeden Tag auch viele, viele Menschen an Hunger und kaum jemanden interessiert es. Oft hört man „Geht uns doch nichts an“, „Aber dagegen kann ich doch gar nichts machen!“, „Das ist viel zu weit weg!“. Und jetzt?! Jetzt betrifft es eben auch mal die reichen Industrieländer! Jetzt ist es einfach mal nah dran! Und jetzt ist genau der Moment in den wir Alle Zeit haben! Zeit haben um unter Anderen über vieles Nachzudenken! Weltbewegende Themen wie die Lebensmittelverschwendung, Umweltschutz, Tierschutz, Fleischkonsum und viele weiteren Dingen die jeden einzelnen von uns Menschen viel mehr angehen als man im ersten Moment denkt! Und die im Alltagswahnsinn gerne und schnell mal untergehen.

Was die Coronazeit an positives mit sich bringt

Wie wahrscheinlich jeder Mensch haben natürlich auch wir gute und schlechte Tage. Wir sind zum Beispiel beide super Wetterfühlig. So schlagen uns graue, verregnete Wintertage sehr schnell auf die Stimmung und Motivation. Dennoch versuchen wir aus jeder Situation stehts das beste zu machen. Wenn es also regnet, dann gibt es eben einen kuscheligen Netflixtag mit Popcorn und heißen Kakao mit Sahne im Van. Oder wenn an einem Tag wieder gar nichts so lief wie vorgestellt und wir irgendwie Alles und Nichts geschafft haben. Versuchen wir Abends trotzdem noch mal den Tag revue passieren zu lassen und meistens finden wir auch mindestens drei positive Dinge die uns an dem Tag passiert sind. Mit diesen Dingen schlafen wir dann, auch an solchen Tagen mit einem Lächeln im Gesicht ein und freuen uns auf den neuen Tag.

We are all in this together!

Weltweit die Menschheit

Genau mit diesem positiven Ansatz gehen wir auch an die Momentane Corona Zeit heran. Denn bei Betrachtung der gesamten Situation fallen uns doch so einige positive Punkte ein die das Virus mit sich bringt.

Da wären zum Beispiel die wieder klaren Flüsse in Venedig oder der blaue Himmel in China. Die Delfine und Wale die sich trauen wieder an die Küsten zu schwimmen und die fast Autofreien Straßen. Dann wäre da noch die dazugewonnene Zeit die man mit den Liebsten verbringen kann oder für All die Dinge für die sonst immer keine Zeit war. Bücher, Puzzle, Filme, Serien, Ausmisten der vier Wände und vieles mehr.

Was wir unserer Liste der positiven Aspekten auch noch hinzufügen würden, ist das wieder zusammen kommen der Menschen. Klingt in Zeiten von Social Distancing ziemlich skuril und paradox, doch die vielen Balkonaktionen, das tägliche 19 Uhr Klatschen für die vielen Helfer und Frontarbeiter in Krankenhäusern, Supermärkten und Apotheken und die vielen Lichterherzen an dem Fenstern und Fassaden der Hochhäuser sind alles super schöne und positive Dinge die die Menschheit trotz der Distanz wieder näher beisammen rücken lässt.

Kanada oder zurück nach Hause?

Auf diese Frage würden wir mit einem ganz klaren KANADA antworten. Uns gefällt es aktuell sehr gut hier in Vancouver. Wahrscheinlich könnten wir uns in einer solch schwierigen Zeit wie diese an keinen sichereren Ort befinden als hier. Denn im Vergleich zu unserer Heimat Europa ist Kanada echt noch mal glimpflich davon gekommen. Wir haben hier keine Ausgangs- oder Kontaktsperren und auch keine Maskenpflicht und trotzdem haben wir vergleichsweise hier super wenige bestätigte Fälle und besonders in Britisch Kolumbia auch extrem wenige Corona Todesfälle.

Dadurch dass wir unseren ersten Job unseres Work and Travels in einem Supermarkt angenommen haben, ist unser Job hier momentan auch mehr als sicher. Wofür wir alleine deswegen schon super Dankbar sind. Doch von unserer Firma bekommen wir als kleines Dankeschön oben drauf sogar ein paar Dollar mehr ausgezahlt als vorher. Außerdem haben wir rechtzeitig unseren Van gekauft bekommen an den wir fleißig am werkeln und ausbauen sind. Besser hätte unser Timing also gar nicht laufen können. Unsere Kollegen sind der Wahnsinn und auch unsere Mitbewohnerin hat zwar manchmal genau wie auch wir unsere Macken und schlechten Tage, doch ist sie dennoch die liebste und tollste Mitbewohnerin die wir hätten bekommen können. Was sollen wir sagen? Uns geht es einfach nur hervorragend und wir haben absolut ALLES RICHTIG GEMACHT!

Reisepläne und Corona?

Unser Plan ist es mit unseren selbst ausgebauten Van Rodrigo erst durch Kanada zu reisen und dann die Westküste entlang bis nach Perú runter zu fahren. Zeitlich wollten wir unsere große Reise eigentlich dieses Jahr im September starten. Doch durch die Coronakriese sieht es Momenta eher so aus als würden wir frühestens zum ende des Jahres los kommen. Zum Glück ist unser Visum auch noch bis Anfang Dezember gültig, so das wir bis dahin auf jeden Fall noch Arbeiten und Sparen können. Danach überlegen wir noch das Young Professional Visum zu beantragen, um noch ein paar weitere Monate in Kanada bleiben zu können. Doch Bis dahin fließt ja auch noch eine ganze Menge Zeit ins Land und es kann sich noch super viel verändern aber natürlich hoffen wir weiterhin, dass die Welt bald wieder zur Normalität zurückkehren kann. Aber ihr seht, durch Corona haben sich unsere Pläne nicht grundsätzlich verändert sondern lediglich zeitlich verschoben, was uns aber wie ihr euch vielleicht jetzt gut vorstellen könnt nicht wirklich viel aus macht…


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