Kanada Reisegeschichten

Reise und Ankunft in Vancouver

Die Reise und der Flug

Lange vor unserer Abreise hatten wir bereits unseren ersten One Way Flug von Lanzarote nach Vancouver gebucht. Genaugenommen haben wir ihn ein ganzes halbes Jahr vor Abreise gebucht. Warum? weil wir einfach nur suuuuper aufgeregt waren und voller Vorfreude auf unser großes Abenteuer. Außerdem gab es aber auch noch einen praktischen Grund! Denn je früher man seinen Flug bucht, desto günstiger findet man sie! Klar es gibt auch die so genannten Last Minute Flüge, doch das war uns persönlich zu Riskant! Nach langer Recherche und langem Vergleichen haben wir uns dazu entschlossen alle unsere Flüge über Skyscanner zu buchen. Hier wurden uns ganz einfach die günstigsten Flugverbindungen mit den für uns persönlich angenehmsten Zeiten vorgeschlagen.

Außerdem haben wir uns natürlich bereits im Vorfeld über die Nachhaltigkeit unserer Reise Gedanken gemacht, daher haben wir uns dazu entschlossen unseren Flug der uns insgesamt für zwei Personen ca. 1000€ gekostet hat, zusätzlich mit 120€ p.P. zu kompensieren. Was das ist? Warum das zwar unseren Kohlenstoffdioxidausstoß nicht weniger macht, aber dennoch bei unvermeidbaren Flügen, im Sinne der Nachhaltigkeit besser ist, als dies nicht zu tun und wie wir das genau gemacht haben, könnt ihr hier lesen.

Geflogen sind wir dann letztendlich mit der spanischen Airline Iberia und dessen Partnerfluggesellschaft British Airways. Insgesamt mussten wir zwei Mal umsteigen. Das erste Mal in der Spanischen Hauptstadt Madrid und das zweite Mal in London Heathrow.

Unsere Anreise aufgeteilt in 4 Challenges

Challege Nr. 1 “ Der große Abschied und wie wir fast auf Lanzarote gebliben wären „

Die erste Challenge der Reise stellte sich uns direkt noch auf Lanzarote, am Flughafen vor, denn durch unsere vielen technischen Geräten, die wir im Handgepäck verstaut hatten, wurden wir an der Polizeikontrolle von oben bis unten, komplett auseinander genommen. Wir mussten alles auspacken. Jede Kamera, jedes Objektiv und jedes Gerät musste doppelt und dreifach kontrolliert werden. Wir mussten unsere Schuhe ausziehen, und natürlich auch den üblichen Kram ablegen. Als wäre all Das nicht schon genug gewesen hatten wir zu guter letzt in dem Chaos, welches wir wieder komplett verstauen mussten, auch noch 5 Minuten vor Abflug unsere Boardingcards aus den Augen verloren. Zwar waren wir 2 Stunden früher am Flughafen gewesen. Hatten unser Gepäck als Erste aufgegeben und unsere Familien ausgiebig verabschiedet. Waren rechtzeitig, eine halbe Stunde vor Abflug, bei der Polizeikontrolle und hatten dennoch letztendlich Angst unseren ersten Flugabschnitt der nach Madrid ging zu verpassen.

Challege Nr. 2 “ Die erste Zwischenlandung! We go lost in Madrid “

In Madrid angekommen, hatten wir eine Stunde Zeit zum Umsteigen. An dieser Stelle denkt vermutlich zunächst jeder der genauso wie wir noch nie an einem Internationalen Flughafen war, „Eine Stunde?! Ist doch mehr als genug Zeit zum Umsteigen“. Tja, falsch gedacht!! Aus dem Flugzeug ausgestiegen, stellte sich unser Aufenthalt schnell als zweite Challenge dar. Denn wir hatten einfach überhaupt keine Ahnung wo wir waren, ob wir unser Gepäck abholen müssen oder nicht und wo wir als nächstes hin mussten! Unser Flug von Lanzarote aus hatte ein wenig Verspätung gehabt, so dass sich unser Aufenthalt in Madrid wieder als Wettlauf mit der Zeit entpuppte. Nach einigen Durchfragen, ein paar Terminal wechsel mit der Autonomen Flughafen internen Bahnverbindung, einigen gelatsche, einer erneuten Polizeikontrolle und ein oder zwei Busfahrten sind wir aber letztendlich noch mit ein paar Minuten Wartezeit am richtigen Gate angekommen. Ab hier ging es dann weiter nach London Heathrow.

4 Stunden vor unseren ersten Langstrecken Flug über den großen See

Nach weiteren 2 Stunden Flug. Diesmal mit der Airline British Airways, landeten wir in London. Dieser Flughafen war einfach der Wahnsinn er glich einen Einkaufszentrum. Hier gab es absolut alles was man irgendwie brauchen könnte oder eben auch nicht. Hier gibt es kleine und große Geschäfte. Geschäfte wo man was zu Essen bekam. Geschäfte zum Kleidung und Schuhe kaufen. Restaurants ohne Ende. Geschäfte wo man Spielzeug kaufen konnte und auch Geschäfte die einen Security vor der Tür stehen hatten, weil die Läden so teuer sind. Außerdem gibt es hier zahlreiche Hotels, Spa Bereiche, Fitnessstudios und VIP Bereiche wo nur die Creme de la creme und die absolute high Society eintritt gewährt bekommt.

Hier in London hatten wir endlich mehr Zeit. Diesmal gab es kein Wettlauf mit der Zeit. Denn uns standen vier Stunden Aufenthalt bevor. Erst um 17.30 Uhr ging unser großer Flieger nach Vancouver! Mit jeder Stunde die verging stieg bei uns beiden die Aufregung. WIR VERLASSEN EUROPA!!!! Zum ersten Mal würden wir so weit weg von Zuhause sein. Alleine in einem anderen Land. Auf einen neuen Kontinent. In einer Stadt in der wir nichts und niemanden kennen. In einem Land dessen Sprache von keinen von uns beiden die Muttersprache ist. Auf einen Kontinent welchen wir nur aus Filmen kennen. Alles wird neu sein! Alles wird ein Abenteuer und das beste ist dieser Traum ist kein Traum. Dieser Traum wird so eben zur Realität…!!!

Es geht los! Amerika wir kommen!!

Nach 4 langen und doch so kurzen Stunden, ging es dann los. Diesmal war alles anders als bei jeden unserer vorherigen Flüge. Mehr Menschen. Zig verschiedene Nationalitäten. Mehr Sprachen. Alles ist neu und aufregend. Alles ist viel Größer. Und dann war es soweit!! Wir stiegen in das große Flugzeug ein und uns standen nun 9 Stunden Flugzeit bevor. NEUN STUNDEN!!! Dabei hatten sich die 4-5 Stunden Flugzeit nach Lanzarote und zurück doch schon immer angefühlt wie eine halbe Ewigkeit! Wie sollten denn nun erst 9 Stunden werden??! Die Antwort auf diese frage ist recht simple. Die 9 Stunden Flug wurden bequem, kuschelig und warm. Wir bekamen Abendessen, einen Mitternachtssnack und ausreichen zu Trinken umsonst. Außerdem hatte in der Economy Class jeder einzelne Passagier seinen eigenen kleinen Fernseher an der Kopflehne des Vordersitzes befestigt. Hier hatte man eine enorme Bibliothek an Filmen zur Auswahl und jeder konnte gucken was ihm gefiel.

Natürlich waren die Filme auf Englisch. Schließlich befanden wir uns auf einem internationalen Flug. Das machte jedoch überhaupt nichts aus. Denn die meiste Zeit des Fluges verschliefen wir sowieso. An dieser Stelle können wir euch nur empfehlen möglichst über Nacht zu fliegen und sich auf jeden Fall den Schlafanzug mit in die Kabine zu nehmen. Worüber wir bei diesem Flug auch super froh waren, war das wir uns vor Abreise noch zwei Paar große, super bequeme Kopfhörer mit Noise Cacelling von Boltune* geholt haben. Diese sind auf jeden Fall eine hervorragende Investition für den langen Flug gewesen und sind definitiv eine Sache auf unserer Packliste, welches wir jedem nur ans Herz legen können, denn selbst wenn man keine Musik oder keinen Film hört und einfach nur das Noise Cancelling an hat, sind sie einfach für schlappe 60€ hervorragen. Für uns verging die Zeit so wortwörtlich wie im Fluge.

Challege Nr. 3 “ Backpacks und unser Visum „

Endlich war es soweit! Wir sind gelandet! Endlich angekommen! Wir sind in Vancouver! Wir wussten gar nicht was größer war, unsere Müdigkeit oder unsere Aufregung! In diesem Moment überwog aber wohl eher die Aufregung! Wir konnten es kaum glauben! Wir waren wirklich da! Nun standen wir jedoch vor der nächsten Challenge! Die Challenge Backpacks abholen und unser Visum bekommen!! Anders als in Madrid, ist der international Flughafen in Vancouver, sehr sehr übersichtlich und man wird komplett bis zum Kofferband von Schildern geleitet.

Vor der Halle mit den Gepäckbändern gab es mehrere Kontrollen. Auffällig war hier, dass den Kanadiern anscheinend am wichtigsten war, dass man kein Schweinefleisch wegen der Afrikanischen Schweinegrippe einführt. Die Beantwortung der Fragen des Polizisten hat völlig gereicht. Richtig kontrolliert oder durchsucht wurden wir nicht. Auch durch den Zoll oder Ähnliches mussten wir nicht. Nun standen wir also am Kofferband und haben auf unser Gepäck gewartet. Und dann der Schock! Unsere Koffer sind nicht in Vancouver gelandet! Dennoch blieben wir ruhig und waren heil froh, das in den Backpacks so gut wie nichts drin war, was wir nicht hätten ersetzen können. Zum glück haben wir unser wichtigstes Hab und Gut und vor Allem unsere DOKUMENTE in unserem Handgepäck verstaut.

Wo sind unsere Backpacks?! Und werden wir sie wieder bekommen?!

Sie sind in London! Und Ja! Wir werden sie wiederbekommen! So wurde es uns am British Airways schalter auf jeden Fall gesagt. Und da wir von der Reise ziemlich müde waren, glaubten wir dem Mann das was er sagte auch. Im nachhinein sollte es ca. 2 Tage dauern bis wir unsere Backpacks abholen konnten. Thema Backpacks war für den Tag erstmal abgehakt, nun galt es unser Visum ausgehändigt zu bekommen. Auch dies ging jedoch super easy, nachdem wir uns ein bisschen durchgefragt hatten, wurden wir zur richtigen Office geleitet. Hier warteten wir 10-20 Minuten und bekamen, dann auch direkt ohne Komplikationen unser Visum, welches ab dem Tag genau ein Jahr gültig sein würde. Nun hatten wir alles, Naja Alles, bis auf unsere Backpacks, aber nun konnten wir den Flughafen erstmal verlassen.

Challenge Nr.4 “ Flughafen verlassen! Wie kommen wir zu unserer ersten Unterkunft?! “

Tja, unser einfacher Plan den Flughafen zu verlassen stellte sich zunächst schwieriger dar als gedacht! Sollten wir die Bahn nehmnen? Aber welches Ticket brauchen wir? Oder ist ein Taxi vielleicht besser? So standen wir vor einem Haufen fragen und verbrachten eine weitere Stunde am Flughafen, um genau diese eine Frage zu klären. Letztendlich wurde uns an der Information jedoch von einer sehr netten indischen Dame geholfen, die uns dann auch die Compasscard ans Herz lag. Was die Compasscard ist, wie man sie bekommt und wieso wir der Meinung sind, dass die Anschaffung Dieser wirklich die beste Entscheidung ist erfährst du hier. An diesem Abend waren wir jedoch viel zu müde, um große Entscheidungen zu treffen, daher entschieden wir uns erstmal für zwei Einzelfahrscheine für jeweils 8 CA$, was umgerechnet 5,52€ ist. Im vergleich zu dem erschwinglichen Preis von 2,40 CA$ den man mit der Compasscard zahlt, wirklich teuer.

Die Ankunft in unserer ersten Unterkunft!

Glücklich darüber endlich in der Bahn zu sitzen, ging es nun endlich in richtung Waterfront und damit ins absolute Herz von Vancouver City! Und obwohl es bereits dunkel war, waren wir einfach überwältigt! Überwältigt von der wunderschön beleuchteten Stadt! Überwältigt von der Bahnfahrt! Von dem, was wir aus der Bahn heraus alles sahen. Es war wunderbar und wir konnten es immer noch nicht fassen, dass wir wirklich in Vancouver angekommen waren! Es wirkte Alles irgendwie Surreal. An der Waterfront Station angekommen trennten uns nur noch eine 10 Minuten Busfahrt von unserer ersten Unterkunft und somit von dem Bett in dem wir unsere ersten 3 Nächte verbringen würden.

Unsere erste Unterkunft hatten wir erst 7 Tage zuvor über Airbnb gebucht. So würden wir die ersten Nächte in einer Wohnung verbringen in der, der Eigentümer quasi sein eigenes Bett Nächteweise für je 11 CA$ vermietet und selbst auf der Couch schläft. Wie wir erst später herausfanden, befand sich die Wohnung in Hastings-Sunrise, welches ein wirklich schönes Wohnviertel in Vancouver ist. Völlig erledigt kamen wir mit einer Stunde Verspätung an der Wohnung an und wurden direkt herzlich empfangen und erwartet. Zu unserem Überraschen, war das Bett, das Zimmer und die Wohnung außergewöhnlich gemütlich und so fielen wir auch direkt hinein und schliefen in dieser Nacht so gut wie schon lange nicht mehr.


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