Reisegeschichten Spanien

Typisch Kanarische Magie!

Kanarische Kultur und Tradition

Was ist eigentlich typisch Kanarisch? Ich würde sagen auf jeden Fall die Herzlichkeit und die gute Laune, stehts das positive zu denken und die enorme Verbundenheit zum Meer. Die Sprache spielt hier definitiv auch eine Rolle, denn wie ich selber erst vor kurzen herausgefunden habe gibt es auch einen typisch kanarischen Dialekt! Für mich sind Wörter der spanischen Sprache wie „Guagua“, „Agüita“, „Chacho“, „pelete“, „cotufa“, „calufo“ und viele mehr ganz selbst verständlich und ganz normal in der spanischen Sprache! Denn damit bin ich groß geworden! Diese Wörter sind mir bekannt und geläufig. Erst vor kurzen habe ich dann erfahren, dass das kanarische Spanisch wohl eher mit dem bayrischen Deutsch gleichzusetzen ist. Redet man also kanarisch, kann es sein, dass man auf dem Festland nicht mehr verstanden wird. Falls doch, wird man definitiv direkt identifiziert!



Aber hey! Ich finde das gut, denn ich bin stolz auf meine Herkunft! Ich bin stolz darauf sagen zu können, dass ich von den Kanaren kommen! Und ja meine lieben Leser! Genau dieses Stolz sein auf sein Land ist wohl auch eine ganz klar typische Eigenschaft der Kanaren! Wir Landsleute wissen natürlich, dass wir im Paradies leben, das wir die besten Temperaturen rund ums Jahr haben! Das wir das beste Essen auf der ganzen Welt haben. Den leckersten Fisch mit den ebenfalls typischen Papas arrugadas mit Mojo verde y Mojo rojo den es sonst nirgendswo in Spanien oder auf der Welt zu finden gibt!! Aus diesen und aus sooo vielen anderen Gründen! Sind wir stolz! Stolz auf unsere 8 Inseln!

30. Mai Día de Canarias

Der 30. Mai ist der wichtigste Feiertag in der Geschichte der Kanarischen Inseln denn an diesem Tag wird an die erste Sitzung des kanarischen Parlaments als Autonome Gemeinschaft „Kanarische Inseln“ erinnert.

Bereits Wochen vorher wird für diesen Tag alles vorbereitet. Denn an diesem Tag haben alle Geschäfte zu und es finden zahlreiche traditionelle Feste und Veranstaltungen statt. Selbst in den Schulen gehen alle Kinder und Lehrer an diesem Tag mit den traditionellen Trachten angezogen zur Schule und feiern diesen Tag als große Veranstaltungen mit traditioneller Musik, traditionellen Essen und traditionellen Sportarten die von den Schulen und Vereinen gefördert werden.


Typisch Kanarisches Lied, welches die Musik und den Stolz symbolisiert

Sportarten

Der bekannteste und wichtigste kanarische Sport ist die „Lucha Canaria“ die zu deutsch auch als Kanarischer Ringkampf betitelt wird, erinnert an vielen Stellen an dem Japanischen Ringkampf Sumo. Diese kanarische Ringkampf Variante soll jedoch ursprünglich von den Ureinwohnern der Insel stammen. Angetreten wird hier in zwei Mannschaften mit je zwölf Kämpfern. Jede Paarung ringt in drei Runden und eine Runde dauert höchstens zwei Minuten. Insgesamt gibt es auf den Kanarischen Inseln verteilt 100 Vereine mit insgesamt 4 – 5 Tausend Kämpfern.


El Idólo de Tara y los Novios del Mojón: Es heißt, dass sich Verliebte als Zeichen ihrer Liebe zum Heiratsantrag gegenseitig diese Figuren schenkten.

Eine weitere bekannte Sportart neben der Lucha Canaria ist das Spiel „El Salto del Pastor“. Bei diesem Sport müssen die Teilnehmer Mauern überspringen, an Klippen schnell hinunter steigen und diverse weitere Hindernisse überqueren. Hierbei ist die Präzision, der Stil und die Geschwindigkeit der Sprünge maßgebend für die Wertung des Spiels.

Musik und der Karneval

Nicht nur im Sport trumpfen die Kanaren mit ihren eigenen Disziplinen. Auch in der Musik gibt es einige Traditionen die es so in der Form nur ein Mal auf der Welt gibt. So dürfen die melodischen Klänge des Timples bei keinem Volksfest fehlen. Als Begleitinstrument hört man die kleine Gitarre deutlich und klar bei den typischen Liedern und Tänzen, deren Texte ebenfalls von der Schönheit und Einzigartigkeit des kanarischen Archipels handeln.

Genauso wie die Typischen Trachten am 30. Mai sind auch die Tänze und Musikstile von Insel zu Insel unterschiedlich. So ist auf Lanzarote der Sorondongo und La Zaranda gängig während auf La Gomera eher der Tajaraste Gomero im Vordergrund steht. Außerdem gibt es auch noch einen Unterschied zwischen Fischerdorf, Städten, Bauern und Bergdörfer.



Der Karneval kam in seiner heutigen Form, sehr wahrscheinlich durch die Rückkehr aus den Kolonien Südamerikas. So erinnern die prachtvollen Kostüme während der Umzüge und den zahlreichen Veranstaltungen und Wettbewerben an das brasilianische Rio. Der Spaß an der Satire und Kritik an Politikern, der Gesellschaft oder den alltäglichen Dingen des Lebens darf selbstverständlich auch auf dem kanarischen Karneval nicht fehlen. So werden die Kostüme von den Örtlichen Karnevalsvereinen diesbezüglich geschickt und einfallsreich ausgewählt und die Umzugswagen passend vorbereitet.

Einer der Höhepunkte ist die Wahl der Karnevals Königin und auf Gran Canaria auch die der Drag Queen. Je nach Stadt und Insel finden die Umzüge jedes Jahr im Februar an unterschiedlichen Tagen statt.
In der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife dauert der große Umzug rund fünf Stunden. Dabei nehmen jedes Jahr mehr als 20.000 kostümierte Karnevalsaktivisten teil.

Ein weiterer Höhepunkt der Karnevalszeit auf den Kanaren ist das große „Begräbnis der Sardine“, welches das Ende der alljährlichen Karnevalstage einläutet. Ein riesiger Pappmaché-Fisch wird in einem reich geschmückten und ausgelassenen „Trauerzug“ durch die Städte bis an den Strand getragen und dort feierlich unter Musik und Feuerwerk „begraben“.

Essen

Wer kennt sie nicht? Die spanische Paella mit Meeresfrüchten. Oder die spanische Tortilla die einem Kartoffelkuchen ähnelt. Diese beiden Gerichte findet man mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit egal wohin man innerhalb Spaniens vereist. Was man jedoch nicht überall findet, sind beispielsweise die berühmten, kleinen Papas Arrugadas mit Mojo rojo und Mojo verde! Denn kaum eine Speise ist so typisch für die Kanarischen Inseln wie Diese.

Des weiteren sind an dieser Stelle aber auf jeden Fall auch noch der Gemüseeintopf Ropa Vieja zu nennen der meistens aus Kartoffeln, Kichererbsen und vielen weiteren Gemüsesorten besteht, je nach Lust und Laune des Kochs, kann hier allerdings auch Fisch oder Fleisch enthalten sein. Daher sollte man als Vegetarier oder Veganer auf jeden Fall vor der Bestellung noch mal genau nachfragen.

Natürlich spielen auch die berühmten Tapas auf den Kanaren eine große Rolle wenn es ums Essen geht! Denn genauso wie die Festlandspanier lieben es die Canarios viele kleine Tapas zu bestellen und das gemeinsame Essen zu einem lauten oft lustig, chaotischen Ereignis zu machen, bei dem jeder von Allem ein bisschen probiert. Auf den Kanaren dürfen hierbei auf keinen Fall die Croquetas de Pescado fehlen, genauso wenig wie die Chupitos, die Gambas al Ajillo und die Boquerones fritos.

Falls ihr mal auf Lanzarote seid, können wir euch zum Thema Essen auf jeden Fall einige sehr leckere und dabei günstige Restaurants empfehlen, die ihr auf keinen Fall mit einem leeren Magen verlassen werdet. Schaut dafür doch am besten einfach mal hier und hier vorbei. Im letzterem Artikel erfahrt ihr dann gleichzeitig eine Menge über die Traumhaften Strände der Insel Lanzarote.

Weihnachten auf den Kanarischen Inseln

Anders als in Deutschland und in Amerika gibt es für die spanischen Kinder weder am Heiligen Abend noch am ersten Weihnachtstag Geschenke. Diese werden nämlich erst von den Heiligen Drei Königen am 06. Januar vorbei gebracht. Wiederum ähnlich wie im Rest der Welt sitzen die Canarios an Heilig Abend gemeinsam mit der engsten Familie besinnlich am Esstisch und genießen die Familiäre Atmosphäre im mit Baum und nicht fehlenden Krippe geschmückten Esszimmer.

Der erste und auf den Kanaren einzige Weihnachtstag gehört dann schließlich allen Familienmitgliedern. Von den Eltern und Großeltern bis hin zum Cousin zweiten Grades finden sich die kanarischen Familien zum traditionellen Weihnachtsessen zusammen. Dieser Tag hat besonders auf den Kanaren einen sehr hohen Stellenwert. Denn viele junge Menschen zieht es nach der Schulzeit beruflich auf das Festland oder auf andere Inseln. An diesem Tag haben sie endlich wieder die Möglichkeit sich alle zu sehen und wie man sich sicher vorstellen kann, fehlt es an diesem Tag auf keinen Fall an Gesprächsstoff.

Anfang Januar ist es dann endlich soweit und der Höhepunkt der spanischen Weihnachtszeit bahnt sich an: die Heiligen Drei Könige. Kaspar, Melchior und Balthasar sind auf dem weg und bringen den Kindern die lang ersehnten Geschenken.

Doch bereits am 5. Januar, dem Abend vor dem Drei-Königs-Tag, füllen sich die Straßen der Dörfer und Städte auf der Inselgruppe mit magischer Vorfreude. Denn in allen größeren Städten des Archipels treffen die Heiligen Drei Könige in Form von Reiterumzügen hoch zu Ross ein. Ein Spektakel was sowohl für die großen, doch vor allem für die kleinen ein beeindruckendes Fest ist. Zu gleich ist dieses besinnliche Ereignis der Höhepunkt und der krönende Abschluss der gesamten Weihnachtszeit auf den Kanarischen Inseln.


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